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ANDRAS Interview

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Im Zuge des Reviews zum aktuellen Andras Album „Iron Way“ haben wir ein kleines Gespräch mit Adversarius (Keyboard) gehalten und mit ihm über das neue Album, die eigene Banddefinition und musikalische Vorbilder gesprochen.

Für den Anfang die Frage nach dem Bandnamen. Was hat der Name Andras zu bedeuten und wie seid ihr auf diesen Namen gekommen?
Der Name steht für den Dämon der Zwietracht und entstammt aus der Goetia. Der Name wurde im Zusammenhang mit unserem Interesse am Okkulten gewählt.

Welche Bands bewundert ihr und haben euch dazu motiviert, selber Musik zu machen?
Wir achten vor allem Bands die musikalisch originell sind und von der Materie ihrer Texte wirklich auch Ahnung haben. Es gibt leider immer weniger Bands für die eine gewisse Einstellung und ein bestimmtes Qualitätsbewusstsein von Bedeutung ist!
Oder wahrscheinlich mehr Bands für die das nicht zutrifft. Bewundern tun wir aber vor allem die alten Bands der 80er, besonders Bathory, Venom, Celtic Frost etc. aber auch diverse Bands der frühen 90er. Denn sie gaben einen Impuls und waren Wegbereiter für Viele.

Die Band gibt es nun schon seit 14 Jahren. Wenn du nun einen Blick zurückwirfst, was war in den vergangenen 14 Jahren besonders gut, an das du dich gerne zurückerinnerst, und was war einfach nur Scheiße, wo du dich noch heute grün und blau ärgern könntest?
Die 14 Jahre waren Jahre voller Auf und Abs. Positive Erinnerungen gibt es viele, wie zum Beispiel gute Konzerte oder alte Proberaumfeten. Scheiße waren diverse Ex-Musiker die sich nach verschwendeter Einarbeitungszeit als komplett unfähig gezeigt haben.

Früher habt ihr Black Metal gespielt und euch dann nach und nach zum Pagan Metal hinbewegt. Was hat euch so am Pagan Metal fasziniert, dass ihr euch gesagt habt, dass ihr nun dieser musikalischen Spielart frönen wollt?
Nun, wir sehen uns weder als Black-, noch als Pagan Metal Band. Sicher wir haben unsere Wurzeln im Black Metal und unsere Musik hat sich im Laufe der Zeit gewandelt, aber es hat niemand gesagt „lass uns jetzt Pagan Metal machen“. Wenn uns jemand als Pagan Metal bezeichnet, weil wir textlich alte Sagen aus unserer Heimat verarbeitet haben, von mir aus. Aber mit Hörner-, Met und Saufgedudel haben wir nichts am Hut!

Zwischen eurem letzten Album „...Of Old Wisdom“ und eurem aktuellen Werk „Iron Way“ liegen drei Jahre. Wann habt ihr mit dem Songwriting an „Iron Way“ begonnen, oder war das mehr ein vorlaufender Prozess, der sich über die drei Jahre hinweg erstreckt hat?
Für die Zeit die wir im Studio verbringen zählt nur das aktuelle Album als Endresultat und für diese Zeit ruhen alle Kompositionsarbeiten. Doch sobald alle Aufnahmen abgeschlossen sind, arbeiten wir fortan an neuem Material. Wobei wir auch Ideen verarbeiten, die es auf das Album nicht mit geschafft haben. Man kann schon das Songwriting als fortlaufenden Prozess bezeichnen.

Wie entsteht ein typischer Andras Song? Wie muss man sich das Songwriting bei euch vorstellen? Woher holt ihr euch die Inspiration für eure Songs?
In der Regel entstehen die Lieder komplett im Proberaum. Die Ideen entstehen meist zu 50/50% auf der Gitarre und am Keyboard. Die Grundelemente werden mit dem Schlagzeug zu einer Einheit durcharrangiert und zuletzt werden Text und Gesang der Musik angepasst. Danach geben wir den Lied noch einen Feinschliff, dass heißt wir arbeiten an bestimmten Sounds und zweiten Stimmen. Mittlerweile haben wir ein gutes Händchen für den Kompositionsprozess. Mit einen Riff oder einem Text können wir ziemlich gut eine Richtung für das Lied vorausbestimmen. Gitarrist Nightsky und ich haben uns, was das Songwriting angeht, damit sehr gut eingefunden.

Mit Gitarrist Acardius, der 2008 zur Band gestoßen ist, und Schlagzeuger Shardik, der seit 2007 ein Teil der Band ist, habt ihr zwei neue Bandmitglieder in euren Reihen.
Konnten sich die beiden irgendwie ins Songwriting einbringen, oder wird das erst beim nächsten Album der Fall sein?

Bis auf drei Lieder war Shardik, der unseren langjährigen Drummer Verun ablöste, maßgeblich mit am Songwriting für „Iron Way“ beteiligt. Acardius hingegen kam erst nachdem „Iron Way“ veröffentlicht wurde in die Band. Er musste Andras allerdings aus persönlichen Gründen, auf die ich hier nicht genauer eingehen möchte, verlassen!

Wenn du dir nun einen Song von „Iron Way“ aussuchen musst, der das Album am besten repräsentiert, welcher wäre das?
Schwierig! Vielleicht „Spellbreaker“. Der Song fasst ziemlich viele Facetten des Albums zusammen.

Das Cover von „Iron Way“ ist wirklich sehr stimmig und gelungen. Kannst du verraten wer der Künstler ist, der es gemacht hat, und wie viel von euren eigenen Ideen sind in das Cover eingeflossen?
Umgesetzt hat es ein lokaler Künstler namens Thomas Huth. Wir gaben ihn unsere Vorstellungen, die wir dann anhand von Skizzen abglichen. Das Bild zeigt den Krieger von unseren alten Veröffentlichungen auf dem „Eisenweg“ („Iron Way“), einem alten Handelsweg durch das Erzgebirge, für uns aber auch ein Synonym für den harten Weg des Lebens. Deshalb auch die gealterte Darstellung des Kriegers. So die Idee zum Coverbild.

„Iron Way“ wird über Einheit Produktion veröffentlicht. Wie seid ihr zu diesem Label gekommen bzw. wieso habt ihr euch gerade für Einheit Produktion entschieden?
Olaf von Einheit Produktionen war auf einem Konzert von uns. Er war von dem dargebotenen recht angetan und er hatte auch die „... Of Old Wisdom“ Scheibe in guter Erinnerung. Kurz darauf bot er uns einen Vertrag mit sehr guten Konditionen an und die Sache nahm ihren Lauf.

Wenn du nun einen Blick auf die gegenwärtige Pagan Szene wirfst, welche Bands gefallen dir besonders und mit welcher kannst du so ganz und gar nichts anfangen?
Ich muss gestehen, dass ich mich nicht sonderlich für Pagan metal interessiere. Sehr gut gefallen mir aber Gruppen wie Negura Bunget oder Drudkh.

Was habt ihr für Pläne für die Zukunft? Existieren schon irgendwelche Ideen für das nächste Album?
Ideen fürs neue Album haben wir. Es existieren auch schon neue Lieder. Jedoch will ich darüber noch nichts verraten. Wir werden 2009 verstärkt live auftreten, ansonsten gibt es noch keine konkreten Pläne.

24. November 2008

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